"Frieden nur ein Traum?" Lüneburger Themenreihe im Glockenhaus

Datum und Uhrzeit: 
Donnerstag, 10. Mai 2012 - 20:50
Ort: 
Glockenhaus Lüneburg

Vortragsreihe

Frieden mit der Erde

Benedikt Haerlin: „Weiter wie bisher ist keine Option“ – Weltagrarbericht fordert radikale Wende in der Landwirtschaft
Donnerstag, 19. April um 20 Uhr im Glockenhaus, Lüneburg, Eintritt frei

„Nur eine Umkehr in der Agrarpolitik und -forschung, in deren Mittelpunkt Kleinbäuerinnen und -bauern, angepasste Technologien, die gerechte Verteilung von fruchtbarem Land und Weiden, Wasser, Saatgut und Wissen stehen, kann die Ernährung von neun Milliarden Menschen sichern, ohne dabei die ökologischen Grundlagen der Landwirtschaft zu zerstören.“
Benedikt Haerlin ist Leiter des Berliner Büros der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.

Frieden zwischen den Völkern

Dr. Markus Weingardt: Heiliger Krieg? – Heiliger Frieden! Zum Friedenspotenzial von Religionen in Gewaltkonflikten

Donnerstag, 10. Mai um 20 Uhr im Glockenhaus, Lüneburg, Eintritt frei

Täglich wird berichtet von Mord und Totschlag im Namen eines Gottes. Jede Religion hat‚ Blut an den Händen’. Ohne Religionen wäre die Welt friedlicher, glauben viele Menschen.
Andererseits erheben alle großen Religionen den Anspruch, Frieden stiften zu wollen. Erfolgreiche Friedensarbeit religiöser Akteure soll an konkreten Beispielen veranschaulicht werden. Was zeichnet diese Akteure aus? Wie setzen sie ihren Friedensanspruch in politische Praxis, in echtes Frieden-Stiften um? Und was folgt daraus für eine religionsbasierte Friedensarbeit, die dem hohen theologischen Friedensanspruch endlich (mehr)
gerecht werden kann?

Frieden in der Wirtschaft

apl. Prof. Dr. Niko Paech: „Postwachstumsökonomie und Gerechtigkeit“
Donnerstag, 24. Mai um 20 Uhr im Glockenhaus, Lüneburg, Eintritt frei.

Er sagt: „Welche Reaktionen würde wohl die Ankündigung eines Automobilherstellers auslösen, demnächst ein Fahrzeug ohne Rückwärtsgang und Bremse produzieren zu wollen? Vermutlich Gelächter. Oder Kopfschütteln. Komisch, dass eine solche Reaktion nicht auch den meisten Ökonomen und Wirtschaftspolitikern entgegengebracht wird.“
Zu dem Titel seines Vortrags sagt Peach: „Der Klimawandel, eskalierende Finanzmärkte, Schuldenkrisen, die Verknappung jener Ressourcen, auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte, sowie Befunde der Glücksforschung verdeutlichen, dass die Wachstumsparty vorbei ist. Folglich sind die Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Darum brauchen wir kein grün angepinseltes Weiter-so, sondern müssen jetzt endlich unser Leben entrümpeln und entschleunigen.“

Prof. Niko Paech ist Ökonom, vertritt seit 2008 den Lehrstuhl Produktion und Umwelt (PUM) an der Universität Oldenburg.