Ruf zum Frieden

Kreuzesdarstellung St. Severin Keitum, Sylt

Gebet
Mache dich auf, Herr, unser Gott.

Wir klagen. Fahre mit Deinem Zorn unter die Wölfe, richte die Erde recht. Siehe, Wut färbt unser Antlitz, geh in die Schänder der Völker, geh in die Cliquen des Terrors, in alle, die einen grauenhaften Krieg beabsichtigen.
Wie kannst du dich abwenden vom Blute unschuldiger Kinder, vom Hunger der Ausgebeuteten?

Wie kannst du die Triumphe der Starken über die Schwachen ertragen?

Wir ertragen das nicht und sind wie betäubt von der Tücke der Argumente mit denen wir uns beruhigen. Erhebe dich, Herr unser Gott, damit wir nicht ungeduldig die Gerechtigkeit, die die Deine ist, in unsere schuldigen Hände nehmen, damit wir dein Reich nicht verraten. Das hoffen wir doch, dass du dem Kosmos gebietest, dass vor dem Kreuz deines Sohnes die Tyrannen zu Kreuze kriechen.
Mache dich auf, Herr, unser Gott, und erweise Dich als Schützer derer, die jetzt unmittelbar bedroht sind. Amen.

Herr wir bitten Dich, löse uns aus der Komplizenschaft des Todes und aus der Komplizenschaft unserer Schuld.

Bringe die Helfershelfer des Todes zum Schweigen, die Propagandisten der Gewalt und die gewissenlosen Agenten des Krieges.

Ermutige Deine Kirche zu geduldigem Widerstand gegen alles was Leben behindert und bedroht. Gib Deinen Boten Vollmacht, gegen den stummen Tod Dein lebendiges Wort zu halten, gegen sinnloses Sterben.

Wir bitten Dich für die Völker, die gefangen sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, die nach Gerechtigkeit hungern, die dürsten nach Frieden und Freiheit.

Schaffe ihnen Recht und setze ihrer Qual ein Ende.
Wir bitten dich für alle Menschen, die in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den Zustand der Welt mitverantworten, zeige ihnen jetzt Mittel und Wege die Katastrophe abzuwenden.

Wir bitten Dich für jeden Menschen an unserer Seite, dem wir die Botschaft von der Auferweckung Jesu Christi schulden.

Schenke unseren Worten Gewissheit, unseren Taten Glaubwürdigkeit und verbinde uns in der Liebe, die Du bewiesen hast bis ans Ende. Amen.
 

Die Landessynode im Rheinland hat 1991 zu Beginn des Golfkrieges Gebete formuliert, die heute  immer noch Aktualität haben.

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